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Südostwestfalen-Grillen: Tauber will Kinderlose stärker zur Kasse bitten
CDU-Familienpolitiker spricht bei JU Egge

„Kinderlose sollten einen höheren Rentenbeitrag zahlen." Der CDU-Familienpolitiker Dr. Peter Tauber hat beim Sommerfest der Jungen Union (JU) Egge eine höhere Belastung von Kinderlosen und eine Stärkung von Familien verlangt. Die Politik müsse mehr Anreize setzen, Kinder zu kriegen.


 

Tauber war Hauptredner des ersten Südostwestfalen-Grillen der Egge-JU im Driburger Grund. Der bekennende Konservative war sechs Jahre Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen. Wie sein Kollege Carsten Linnemann (33) aus Schwaney sitzt er seit einem Jahr im Deutschen Bundestag. „Rentner müssen verstehen, dass sie nicht für sich, sondern nur für ihre Eltern in die Rentenkasse eingezahlt haben“, machte Tauber deutlich. Kinderlose hätten niemanden, der für sie einzahlet. „Deshalb wäre es nur folgerichtig, dass diejenigen höhere Beiträge zahlen“, sagte der 36-Jährige, selbst ledig und kinderlos. Stattdessen sollten Eltern in der Erziehungsphase niedrigere Beiträge zahlen.

 

Familienpolitik versteht Tauber vor allem als das Setzen von Anreizen, Kinder zu bekommen. „Wir haben in Deutschland das Problem, dass wir nicht sagen, dass wir zu wenige Kinder kriegen.“ Es müsse die CDU sein, die ausspricht: „Wir wollen nicht aussterben und wir wollen nicht in der Mitte Europas ein Loch zurücklassen, das dann von anderen Völkern gefüllt wird“, sagte der Geschichtswissenschaftler. Dabei blickte er auf Frankreich, wo es laut Tauber „für viele Franzosen eine unerträgliche Vorstellung ist, dass die Grande Nation ausstirbt“.

 

Kaum Perspektiven räumte Tauber dem Hausfrauendasein ein: „Die klassische Hausfrau, wie wir sie kennen, ist ein Auslaufmodell.“ Allerdings sei dieses Familienbild keine 150 Jahre alt. „Als Konservativer muss man aufpassen, dass man nicht etwas nachtrauert, von dem man gefühlt glaubt, das sei schon immer so gewesen, das aber erst eine Entwicklung des bürgerlichen Zeitalters ist.“

 

 

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[01.10.2010]
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